Donnerstag, 30. Juli 2020

Tag 136: Laxenburg


Auch heute habe ich wieder vormittags gearbeitet und bin dann zu den anderen dazu gestoßen. Wir sind gemeinsam nach Laxenburg im Süden Wiens gefahren, wo in einem gigantischen Park ein verträumtes kitschiges Schloss auf einer Insel steht. Es ist wirklich absurd kitschig.

Das stand auch im Park herum
Im Schlosskaffee haben wir Kaffee und Kuchen genossen. Ich habe endlich einmal Mohr im Hemd probiert. Das ist ein Schokoladenkuchen mit Schokolade.

Also bitte, das übertrifft doch selbst Neuschwanstein an Kitschigkeit

Die Bäume hier sind uralt und riesig und wunderschön


kitsch kitsch kitsch

Sogar einen kitschigen Sonnenuntergang hatten wir


Nach einer ausgedehnten Wanderung durch den Park sind wir spät abends wieder heimgefahren.
Morgen geht’s nach Melk!

Mittwoch, 29. Juli 2020

Tag 134 und 135: Stadtspaziergänge


Ich stehe tapfer früh auf, aber das mit dem Arbeiten geht nicht so effizient, wie ich es gern hätte. Es ist aber auch viel zu heiß zum Denken. Am Dienstag hat mich Flo in der Uni besucht und wir haben dann einen Abstecher in den Garten gemacht um alle essbaren Früchte in unserer Reichweite von den Bäumen zu pflücken. Da gibt es irgendwelche Prunus-Arten (ein bisschen wie Marille), Cornellkirschen und Maulbeeren. Die Feigen waren noch nicht reif. Am Abend haben wir meine Tante und meinen Onkel vom Zug abgeholt und sind dann zusammen auf den Böhmischen Prater gegangen. Da war total tote Hose, aber zumindest die Biergärten waren noch offen. Wahrscheinlich sollte es mir zu denken geben, dass ich mich darüber freue, wenn meine Gäste auch Alkohol trinken, aber als einzige Bier zu bestellen ist immer etwas seltsam.

Als wir noch im Biergarten saßen, begann es zu gewittern. Es hat sehr lange nur geblitzt und ab und ab und zu gegrummelt, aber dann kam auch noch Wind auf und da beschlossen wir zu gehen. Wir kamen halbwegs trocken zur Trambahnstation. Trams heißen hier im Übrigen Bim.

Nikolai und ich sind dann direkt heimgefahren, wo ich erschöpft ins Bett fiel und innerhalb von wenigen Minuten einschlief. Nikolai nahm mir dann irgendwann das Handy aus der Hand. Meine Tante und Onkel haben mir noch Tomaten von daheim mitgebracht! Die werden wir aber erst am Mittwoch holen.

Diese zwei Tage waren affig heiß, aber es wurde versprochen, dass es jetzt 5 °C kühler werden soll. Dann hat es nur noch 30 °C.

Morgen geht's dann nachmittags nach Laxenburg, da werde ich ein paar echte Kitschfotos für euch machen!

Montag, 27. Juli 2020

Tag 133: Ganz viel Garten


Wir sind heute nicht ganz so früh losgefahren und haben erst noch Kuchen gegessen. Es ging nach Tulln, wo wir erst mal Eis gegessen haben. Dann sind wir an der Donau entlang zur Garten Tulln spaziert, vorbei am Nibelungendenkmal und an Hundertwassers Boot. Ja, das heißt wirklich „die Garten Tulln“. Keine Ahnung, was sich die dabei gedacht haben.

Ein Tier! Man frage Flo für mehr Details.
In den Garten Tulln gibt es viele tolle Sachen: Viele essbare Pflanzen, coole Bäume und Sträucher, einen Baumwipfelpfad, Hängematten, ….

Das war schön bunt
In dieser dreckigen Plörre waren Kajakfahrer
Die Garten von oben
Badewannenkunst ist immer cool
Edelweiß
Wir sind geblieben, bis sie uns rausgeschmissen haben. Kurz davor haben sie noch die Kleine Nachtmusik gespielt und die Fontänen im Teich haben zur Musik Wasser gespritzt.
Teich mit Fontäne

Als wir wieder in Tulln waren, haben wir noch mehr Eis gegessen. Und Crepes. Sie hatten da Crepes mit Gyros!

Wieder zurück sind wir direkt heimgefahren und ich habe noch versucht, die Planung für die Woche zu vollenden. Dann bin ich ins Bett gegangen, denn ich muss ja von 6 bis 12 arbeiten, um den Nachmittag frei zu haben.

Samstag, 25. Juli 2020

Tag 129 bis Tag 132: Ooooh, ich bekomme Besuch!


Ich habe brav am paper weiter gearbeitet, trotzdem überkommt mich immer öfter das Gefühl, dass ich vielleicht mal auch an der Doktorarbeit schreiben sollte. Schön langsam könnte man ja mal anfangen.

Anscheinend sieht es mit der verheißenen anschließenden PostDoc-Stelle schlecht aus. Mein Chef hat mir empfohlen, mich beim Nachbarinstitut zu bewerben. Für alle, die was anständiges arbeiten: In der akademischen Laufbahn als Biologe fängt man mit Bachelor und Master an. Während der Doktorarbeit/Dissertation wird man in der Regel für 25 – 30 h bezahlt. Danach macht man den PostDoc („nach dem Doktor“) und dann bewirbt man sich auf die nächste Stelle, ich glaube als Assistent oder so. Und mit diesen ganzen Stufen hangelt man sich immer weiter rauf. Natürlich sind alle Verträge befristet und man soll auch die Unis wechseln. Das hat den Vorteil, dass man nie an den Bonus rankommt, den man erhält, sobald man länger als drei Jahre irgendwo bleibt. Das ist ein super System und man kann sein Leben absolut gar nicht planen. Weder das Gehalt noch der Arbeitsort noch sonst irgendwas ist sicher. So toll. Sobald man habilitiert (da hat man dann eine Lehrbefugnis), winkt eine Festanstellung, wenn man Glück hat. Bis dahin ist man über 40, eher 50. Das ganze kann man wahrscheinlich auch schneller haben, wenn man die richtigen Leute kennt und genug Ellbogen hat und sich immer vorn hinstellt.

Jetzt muss ich auf jeden Fall darüber nachdenken, ob ich noch vier Jahre hier bleiben will oder was ich überhaupt grundsätzlich machen will.

Am Freitag ist Flo gekommen und am Dienstag kommen auch noch meine Tante und mein Onkel! Kann es noch besser werden? Ich glaube nicht. 





der schottischen Kuh haben wir Maiskörner auf die Zunge geschüttet
Mit Flo sind wir dann am Samstag mit dem Nostalgiezug ins Weinviertel in den Wildpark gefahren. Dort gab es ganz viele Tiere zum Streicheln! Die waren sehr zutraulich und gierig. Wir haben dann noch einen Zwischenstopp in der Cafete des Wildparks eingelegt, weil Flo einen Kaffee brauchte. Da hingen auch Brezen und sie sahen nicht schlecht aus, weswegen wir uns auch welche gönnten. Es waren wirklich die besten Brezen seit Langem. Sie waren noch warm und fluffig und mit Salz und wirklich gut. Dann ging es zu einem Bauernmarkt, wo ich sehr viele Gurken gekauft habe. Man hätte da noch ganz viele andere Dinge tun können, wie das Schloss anschauen oder mit der Draisine fahren. Oder zu einem anderen Schloss fahren. Oder wandern gehen.

Ich habe das Gefühl, dass die Leute am Land Corona ernster nehmen als in der Stadt. Dabei haben die am Land eh viel mehr Abstand als in Wien.

Wir hätten vom Markt aus mit dem Bus zurückfahren können, aber wir sind lieber gelaufen. Das war eine gute Entscheidung, denn auch wenn es sehr warm war, hatte Flo ihren Spaß in der Botanik.
Morgen geht es dann nach Tulln zu den Garten Tulln.

Morgen ist auch mein Namenstag. Ich habe extra einen Kuchen gebacken, der in meiner Wohnung steht und oben ziemlich angebrannt ist. Aber schmeckt trotzdem. Wir haben den natürlich schon angeschnitten.


Mittwoch, 22. Juli 2020

Tag 123 bis 128: Mimimimimi



Donnerstag – Tag 123:
Abends war sicher Sport, aber ich kann mich nicht mehr erinnern.

Freitag – Tag 124:
Ich war an der Uni und habe wieder fleißig am paper gearbeitet. Ja, das eine der Arbeiten, die nie weniger werden. Ich habe von einem CoAutor die erste Rückmeldung erhalten. Er hat in 3 Tagen mein komplettes Skript gelesen und kommentiert. Das muss ich jetzt durchgehen und schauen, wie viele seiner Vorschläge ich übernehmen werde.

Nach der Uni bin ich zum Garten gegangen und habe den Nachwuchs ausgepflanzt. Es sind vor allem junge Salatpflanzen, damit die Schnecken sich freuen. Da morgen Gartentag ist, bin ich dann zu mir gegangen und habe mal wieder aufgeräumt. Immerhin erwarte ich Gäste. Also einen Gast. Meine Lieblingsaugsburgerin kommt zu Besuch.
Der Nachwuchs

Ich habe einen Radi geerntet und einen gekauft, weil die Ernte recht mager war.
Welcher von beiden ist wohl gekauft? Sieht man einen Unterschied?

Samstag – Tag 125:
Gestern habe ich natürlich noch nicht angefangen mit dem Putzen, denn heute ist ja auch noch Zeit. Während meine Waschmaschine lief, habe ich die Zeit genutzt und mal wieder die Acrylfarben verwendet. Ich habe ein Maleck in meiner Wohnung, wo ich mich auf den Boden setzen und Leinwände anmalen kann. Ich mache das recht selten, weil ich in meiner Wohnung nur selten bin und wenn, dann schlafe ich am liebsten. Am Nachmittag, nach getaner Arbeit, bin ich zum Garten gegangen und habe geschaut, ob noch wer da ist. Aber es war nur eine weitere Dame da, die nichts vom Gartentag wusste. Der ist dann eh ausgefallen, weil es geregnet hatte. Ich habe mich mit Nikolai bei der Taverne Kreta getroffen um den stadtbesten Gyros zu verspeisen. Dann ging es wieder zu Nikolai.

Für morgen wurde eine Pressekonferenz angekündigt, wo sie uns die neuen Maskenregeln erklären wollen.

Sonntag – Tag 126:
Ich habe Radisalat gemacht. Nur aus dem gekauften Radi, denn mein eigener war klein, schrumplig, verholzt und wurmig. Der Radisalat hat mehrere Stunden gezogen und war exzellent. Nikolai wollte dann mittags aber Pizza essen, also haben wir Pizza bestellt. Nikolai hat da einiges nachzuholen mit seinem fastfood-Verzicht während des Daheimbleibens.

Die Pressekonferenz wurde auf Montag verschoben, weil der Chef nicht im Haus ist. Kurz ist grad in Brüssel oder so, Gelder einsammeln, glaube ich.

Hab abends noch einen Tee für morgen gekocht. Gesungen haben wir auch noch.

Montag – Tag 127:
Ich bin früher als sonst aufgestanden, denn heute ist Exkursionstag. Meine Lieblingswienerin und ihr Freund haben mich abgeholt und wir sind zusammen nach Perchtholdsdorf gefahren. Dort haben wir die Wehrkirche angeschaut (sie haben eins der ekelhaften Desinfektionsmittel rumstehen), haben einen Wanderstempel abgeholt und sind dann losmarschiert. Also nur wir Mädls. Ihr Freund hat das Auto wieder zurückgebracht. Wir sind denn Wiener Wallfahrtsweg bis Heiligenkreuz gelaufen. Meine Bürokollegin musste dann noch 2 h weiter bis zu ihrer Unerkunft. Ich bin ab da mit dem Bus zurückgefahren, sie hat noch 2 Wochen wandern vor sich, bis sie in Kärnten angekommen ist.
Der Weg war sehr schön, meistens durch den Wald und kaum Steigungen. Allerdings wurde es Mittags echt zach, wo die Sonne die Luft in eine Wand verwandelte, wo man kaum noch durchatmen konnte. Das Wasser ist und dann auch ausgegangen, aber ich hoffe, sie hat dann noch was gefunden, wo ich einfach umgekehrt bin.

Wehrkirche Perchtoldsdorf

Das Bild wurde ganz komisch angeleuchtet
Wir haben so viele Schmetterlinge gesehen!

Da waren wir bei einem Aussichtspunkt, wo man runterschauen konnte. Ich habe aber nur dieses Schild fotographiert.
Ich hatte nach der ersten Stunde schon Blasen an einem Fuß, was ich eh erwartet habe, aber dass es gleich so schnell geht… Meine Schuhe sind eindeutig zu klein. Dabei habe ich die aus dem Fachhandel meines Vertrauens und mich extra beraten lassen. Ich habe damals dem Typen gesagt, dass das eher knapp ist, aber der Verkäufer meinte, dass das gut so ist. Haha. Er wollte mir die Schuhe eh erst gar nicht geben, weil sie so breit sind (genau wie meine Füße). Ich trage Schuhe nicht aus Fashion-Gründen, sondern weil man nicht überall barfußlaufen kann. Tsss.
Das ist eine Kamelhalsfliege! Eins der wenigen Insekte, die ich erkenne.

Eine Burg! Außenrum war eine Pferdekoppel etc.
Abends war ich dann wieder daheim, grade rechtzeitig für den Abendsport. Danach gab es Radi. Ich wollte den so cool anschneiden wie Mama das immer macht. Wie eine Ziehharmonika. Aber stattdessen habe ich 5 kleine Häufchen Radischeiben produziert. Geschmeckts hats immer noch.
Die Pressekonferenz ist dann doch erst morgen.

Dienstag – Tag 128:
Ich war einen halben Tag an der Uni, dann hab ich mich mit Nikolai getroffen zum Shoppen. Als erstes hat er mich beim Bergschuhladen abgesetzt, denn auch meine Bergschuhe sind mir inzwischen zu klein. Davon krieg ich zwar keine Blasen, aber die Schuhe quetschen meine Füße ganz schön zusammen. Vielleicht passen sie meiner kleinen Schwester noch. Die hat zwar lange, aber dafür schmale Füße.

Es war wahrscheinlich etwas dämlich, mit einer Blase an der Ferse Bergschuhe zu testen, aber ich muss die ja auch noch einlaufen, bevor ich sie in die Berge mitnehme. Nach dem dritten Mal Schuhebinden hat sich die Haut an den Schnürfingern abgelöst. Meine Ferse hat wehgetan, die Zehen haben noch vom Wandern wehgetan, meine Finger haben weh getan, es war alles mimimi. Ich hab dann direkt von den Beratern Pflaster bekommen. Sie haben nur gemeint: „Hat man wirklich Schuhe anprobiert, wenn man danach nicht lauter Tapes an den Fingern hat“. Oder so ähnlich.

Aber jetzt habe ich neue Bergschuhe und ich hoffe, dass sie so super sind wie beim Anprobieren. Ich werde sie jetzt noch ein paar Mal abends in der Wohnung anziehen, um sicher zu gehen.
Bei der Pressekonferenz haben sie verkündet, dass man nun auch in der Post und im Supermarkt und in der Bank wieder Maske tragen muss.

Ich habe mega Muskelkater.


Donnerstag, 16. Juli 2020

Tag 118 bis 122: Fledermausis!

Ja, ich hab mich schon wieder länger nicht gemeldet. Ich musste tatsächlich etwas intensiver arbeiten, weil wir das nächste paper veröffentlichen wollen. Das musste ich bis gestern grob fertig schreiben um es dann unseren Mit-Autoren zu schicken.

Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Am Sonntag haben wir abends wieder gesungen. Meine kleine Schwester hat erzählt, dass sie Oma besucht haben. Opa wurde im Krankenhaus von Intensiv auf normal verlegt und durfte jetzt von Papa besucht werden. Ein Großereignis! Seit Wochen oder sogar schon Monaten durfte niemand außer Oma zu ihm. Und wir durften nicht zu Oma, damit hier niemand versehentlich wen ansteckt. So schön, dass das jetzt wieder geht. Ich müsste dafür erst mal heimfahren, aber es ist gut zu wissen, dass Oma nicht mehr allein sein muss.

Am Montag und Dienstag war ich an der Uni und habe mein paper vollendet. Also fürs erste. Bis mir die anderen ihre Korrekturen schicken. Montagabend haben wir wieder gesportelt. Am Mittwoch war ich abends mit Freunden beim Fledermauszählen. Sie hatten Batcorder dabei. Das ist ein Gerät, dass höhere Frequenzen aufnimmt und so skaliert, dass wir es hören können. Es sind nur wenige Fledermäuse ausgeflogen, aber wir haben ein paar von recht nah gesehen.
suizidales Eichhörnchen, falls ihr das findet

Danach sind wir auf einen Hügel gefahren und haben runtergeschaut. Die Stadt, wo wir waren, liegt zwischen zwei Hügeln. Auf dem einen Hügel war eine Burg, auf der anderen ein keltischer Ausblick.

Ein Tor! Mit Falltor! Und mit Fledermäusen!

Das Tor zu Wien! Die Grenze ist nicht weit von hier.

Das Helle in der Mitte ist die Burg

Nachgebauter keltischer Ausguck




Samstag, 11. Juli 2020

Tag 117: Frühstück auswärts


Die Woche verlief auch weiterhin ereignislos. Es wurde nur jeden Tag wärmer. Heute, am Samstag, hat es endlich wieder mal geregnet und es hat sich auf 23 °C runtergekühlt. Ich versuche immer noch, mein paper fertig zu schreiben, aber es zieht sich.

Heute morgen waren wir mit Freunden beim Frühstücken in einem hippen Laden, wo man für 10 € ein Rührei auf einem Brot mit Baby-Radieschen bekommt. War ganz nett und es war ziemlicher Andrang. Alle reich hier.


Es tut mir Leid, aber hier ist grad echt nicht viel los. Oder mein Hirn schmilzt zu oft in der Sonne und ich kann mich an nichts erinnern.

Montag, 6. Juli 2020

Tag 111: Muskelkater


Den kompletten Tag lang hatte ich Muskelkater. Nikolai und ich habe noch festgestellt, dass wir mit der NÖ card mit allen coolen Zügen in Niederösterreich fahren können. Die hätten wir schon viel früher kaufen sollen. Jetzt plane ich erst mal Unterhaltungsprogramme für zukünftige Besucher.

Tag 110: Ein Traum von Berg

Nikolai kam um 1 nach Hause und um 5:30 standen wir wieder auf. Wir fuhren zum Schneeberg und dort mit der Zahnradbahn nach oben. Die Bahn hält zwischendurch für ein paar Minuten an einer Buchtelhütte. Oben war es sehr frisch und die Luft war so frei und es war so herrlich! Als erstes gingen wir auf den Gipfel und auf der anderen Seite wieder runter, um dort dann zu picknicken. Nach einem üppigen Mahl stiegen wir zur Buchtelhütte ab, um alle Buchteln zu testen. Die Powidel-Buchtel wurde zur Besten gekürt. Der weitere Abstieg zog sich ziemlich. Wir erreichten abends den Zug und fuhren wieder heim. Nach einem Feierabendbier fiel ich erschöpft ins Bett. Das war vielleicht anstrengend!
Buchtelwirt an einer Station

Schnee!

Das Tolle am Berg ist ja, dass man von oben runterschauen kann

Da ist die Rax zu sehen, da waren wir auch schon mal!

Das ist der Schneeberg und da sind wir raufgelaufen!

Diese Lok fährt immer noch den Berg rauf und runter, aber wir sind mit einem anderen Zug gefahren

Tschutschu!



Tag 109: Bürokühlung


Freitags ist mein Bürotag. Ich war zwar nicht sonderlich produktiv, aber es ist so toll in meinem 20 °C Büro. Abends waren wir dann bei einer Geburtstagsfeier, wofür ich die Laugenzöpfe und Brownies gebacken hatte. Es stellte sich heraus, dass gar nicht gegrillt wurde, sondern Pizza gegessen wurde, wo noch mehr Kohlehydrate natürlich super ankommen. Jetzt habe ich noch ganz viel Brownies und Laugenzöpfe übrig.





Radiernte (standen zu dicht und haben vorzüglich geschmeckt)
Da ist ein Borretsch wild aufgegangen



Party auf einer Dachterrasse hat seine Vorteile




 

Donnerstag, 2. Juli 2020

Tag 108: Backabend


Tagsüber habe ich mich mit einem Programm herumgeschlagen, das meine Cheffin geschrieben hat und ich verschlimmbessert habe, woraufhin nie etwas zusammenpasst. Grade läuft der letzte Versuch für heute und ich hoffe wirklich, dass es diesmal funktioniert.

Mittags habe ich Nudeln mit Tomatensoße gekocht und Nikolai hat es brav gegessen, obwohl er gar keine Tomatensoße mag.

Am Nachmittag waren wir beim Einkaufen. Ich habe jetzt Glitzerpuderzucker.

Danach habe ich Schokoladenbrownies und Laugenzöpfe gebacken. Es wurden 5 Zöpfe, alle nicht wahnsinnig groß. Nach dem dritten habe ich mal nachgeschaut, wie man das machen sollte und die letzten zwei sind auch sehr schön geworden.


Morgen sind wir auf einer Geburtstagsfeier, da kann ich gleich Brownies und Zöpfe an den Mann bringen.

Das Programm ist durch und es hat funktioniert! Man bringe den Spritzwein!

Tag 107: Es ist viel zu warm


Am Samstag werden wir auf den Schneeberg fahren!

Meine Blumen sind allmählich zu groß für das Fensterbrett. Ich werde sie am Freitag abschneiden und ins Büro mitnehmen. Da können sie dann in Frieden sterben.

Von meiner Nachzucht habe ich einige Salatpflanzen pikiert, damit sie ein bisschen mehr Platz haben. Wenn sie groß genug sind, werde ich sie im Beet auswildern. Außerdem wachsen die Rote Bete und Lauch sehr gut. Die Pastinaken keimen noch nicht.

Die Temperaturen erreichen wieder absurde Höhen! Es hat abends noch 31 °C! (Absurd hoch ist alles über 25 °C)

Nikolai hat mit der Pandemie angefangen, Reisevlogs anzuschauen. Das sind Filmchen, die 20 min bis 1 h dauern, wo man meistens Pärchen dabei verfolgen kann, wie sie die Welt erkunden. Es gibt absurd viele Leute, die davon leben, sich beim Urlaub machen zu filmen. Die generischen Reise-Youtuber sind unglaublich glückliche junge Pärchen, die ununterbrochen fröhlich in die Kamera strahlen. Sie sind andauernd totaaaal aufgeregt und freuen sich auf alles und alles was sie tun ist uuuuuunglaublich toll. Nikolai legt auch hier wieder viel Wert auf meine sarkastischen Kommentare. Interessanterweise sind diese ganzen Reiseblogger nun umgestiegen auf Heimwerker. Die Mehrheit hat sich einen mehr oder weniger abgefuckten Van (Wohnmobil oder ähnliches) gekauft und renovieren den jetzt. Ein Pärchen hat einen gekauft, der wahrscheinlich älter ist als die beiden zusammen und haben angefangen, alles auszuwechseln. Nicht nur die Möbel und den Bodenbelag, nein, auch das komplette Innenleben. Es wäre einfacher gewesen, einen Pickup zu kaufen und hinten ein Häuschen drauf zu bauen. Sobald sie mit dem Umbau fertig sind, wird wahrscheinlich der Motor aufgeben, ohne dass sie den Wagen je gefahren wären. Ein anderes Pärchen hat einen umgebauten Kastenwagen gekauft, wo eh alles in einem guten Zustand war. Der Kerl hat dann wochenlang an der Batterie rumgefummelt, weil es ein Problem gab, anstatt einfach jemanden mit Ahnung das machen zu lassen. Spätestens beim Funkenflug in der Holzkiste, wo die Batterie eingebaut ist, hätte ich aufgehört. Dieses Pärchen war auch richtig aufgeregt, als sie die erste Nacht im Van verbracht haben. Sie haben im Van gekocht und dann drin geschlafen. Wow. So spannend.

Was mich am meisten aufregt bei diesen Reisefrauen ist, dass sie in der Regel genau einen Bissen von ihrem Essen nehmen, auf das sie sich tagelang gefreut haben, und dann den Rest höchst wahrscheinlich nicht aufessen. Nachdem sie eine halbe Stunde lang das Essen aus allen Richtungen gefilmt und beurteilt und kommentiert haben, ist es wahrscheinlich auch auf Zimmertemperatur. Aber so toll immer das Essen!

Besonders amüsant sind die Leute, die relativ unvorbereitet ein Land bereisen und dann dauernd darüber fabulieren, dass sie das Land und die Leute kennen lernen wollen und am Ende machen sie den ganzen generischen Tourikram. Da gibt es aber auch andere, zum Beispiel ein Brite, der jetzt grade Russland und die Länder im Westen davon bereist und alte Pionierlager und seltsame Statuen besichtigt. Das ist ein interessanter Inhalt! Etwas, was ich mir auch vorstellen könnte. Außerdem spricht er fließend Russisch und trifft wirklich spontan Einheimische, die ihm dann Spezialitäten empfehlen. Nikolais Liebling ist im Moment ein Deutscher, Wahlhamburger, der sich Schiffstester nennt und berufsmäßig Kreuzfahrten unternimmt. Nicht die nach Jerusalem, sondern die auf dem Meer. Ich fände es auch mal interessant, eine Kreuzfahrt zu machen, aber das ist halt aus Umweltgründen nicht vertretbar. Aber trotzdem ist der Typ sehr sympathisch! Er ist nämlich alle Klischees eines Deutschen in einer Person! Er redet immer darüber, was wie viel kostet und dass es sehr teuer ist und in keinem Preis-Leistungs-Verhältnis. Und er regt sich über viele Sachen auf, wie es nur Deutsche können. Er isst darüber hinaus immer das gleiche: Fisch, Rindertartar, Pasta (anhängig von der Reederei), mehr Fisch und zum Nachtisch Käse mit Feigensenf (!) und ganz viel Süßkram, am liebsten viel davon.

Wir überlegen jetzt immer, wovon unser zukünftiger Vlog handeln wird. Entweder müssen wir alles toll finden, oder wir kritisieren alles. Ich bin für letzteres. Welche Ziele sollten wir anfahren? Die 100 schönsten Schmalspurbahnen Europas? Die 100 schönsten Eichen? Die 100 besten Würstelbuden? Wer wird unser Investor und wird es Leute geben, die uns Geld dafür geben, dass wir Videos drehen, wie wir total genervt von Stadt zu Stadt gondeln und alles schrecklich finden?