Ich habe brav am paper weiter gearbeitet,
trotzdem überkommt mich immer öfter das Gefühl, dass ich vielleicht mal auch an
der Doktorarbeit schreiben sollte. Schön langsam könnte man ja mal anfangen.
Anscheinend sieht es mit der verheißenen
anschließenden PostDoc-Stelle schlecht aus. Mein Chef hat mir empfohlen, mich
beim Nachbarinstitut zu bewerben. Für alle, die was anständiges arbeiten: In
der akademischen Laufbahn als Biologe fängt man mit Bachelor und Master an.
Während der Doktorarbeit/Dissertation wird man in der Regel für 25 – 30 h
bezahlt. Danach macht man den PostDoc („nach dem Doktor“) und dann bewirbt man
sich auf die nächste Stelle, ich glaube als Assistent oder so. Und mit diesen
ganzen Stufen hangelt man sich immer weiter rauf. Natürlich sind alle Verträge
befristet und man soll auch die Unis wechseln. Das hat den Vorteil, dass man
nie an den Bonus rankommt, den man erhält, sobald man länger als drei Jahre
irgendwo bleibt. Das ist ein super System und man kann sein Leben absolut gar
nicht planen. Weder das Gehalt noch der Arbeitsort noch sonst irgendwas ist
sicher. So toll. Sobald man habilitiert (da hat man dann eine Lehrbefugnis),
winkt eine Festanstellung, wenn man Glück hat. Bis dahin ist man über 40, eher
50. Das ganze kann man wahrscheinlich auch schneller haben, wenn man die
richtigen Leute kennt und genug Ellbogen hat und sich immer vorn hinstellt.
Jetzt muss ich auf jeden Fall darüber
nachdenken, ob ich noch vier Jahre hier bleiben will oder was ich überhaupt
grundsätzlich machen will.
Am Freitag ist Flo gekommen und am Dienstag
kommen auch noch meine Tante und mein Onkel! Kann es noch besser werden? Ich
glaube nicht.
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| der schottischen Kuh haben wir Maiskörner auf die Zunge geschüttet |
Mit Flo sind wir dann am Samstag mit dem Nostalgiezug ins
Weinviertel in den Wildpark gefahren. Dort gab es ganz viele Tiere zum Streicheln!
Die waren sehr zutraulich und gierig. Wir haben dann noch einen Zwischenstopp in der Cafete des Wildparks eingelegt, weil Flo einen Kaffee brauchte. Da hingen auch Brezen und sie sahen nicht schlecht aus, weswegen wir uns auch welche gönnten. Es waren wirklich die besten Brezen seit Langem. Sie waren noch warm und fluffig und mit Salz und wirklich gut. Dann ging es zu einem Bauernmarkt, wo ich
sehr viele Gurken gekauft habe. Man hätte da noch ganz viele andere Dinge tun können, wie das Schloss anschauen oder mit der Draisine fahren. Oder zu einem anderen Schloss fahren. Oder wandern gehen.
Ich habe das Gefühl, dass die Leute am Land Corona
ernster nehmen als in der Stadt. Dabei haben die am Land eh viel mehr Abstand
als in Wien.
Wir hätten vom Markt aus mit dem Bus zurückfahren
können, aber wir sind lieber gelaufen. Das war eine gute Entscheidung, denn
auch wenn es sehr warm war, hatte Flo ihren Spaß in der Botanik.
Morgen geht es dann nach Tulln zu den Garten
Tulln.
Morgen ist auch mein Namenstag. Ich habe extra
einen Kuchen gebacken, der in meiner Wohnung steht und oben ziemlich angebrannt
ist. Aber schmeckt trotzdem. Wir haben den natürlich schon angeschnitten.






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