Donnerstag – Tag 123:
Abends war sicher Sport, aber ich kann mich
nicht mehr erinnern.
Freitag – Tag 124:
Ich war an der Uni und habe wieder fleißig am
paper gearbeitet. Ja, das eine der Arbeiten, die nie weniger werden. Ich habe von
einem CoAutor die erste Rückmeldung erhalten. Er hat in 3 Tagen mein komplettes
Skript gelesen und kommentiert. Das muss ich jetzt durchgehen und schauen, wie
viele seiner Vorschläge ich übernehmen werde.
Nach der Uni bin ich zum Garten gegangen und
habe den Nachwuchs ausgepflanzt. Es sind vor allem junge Salatpflanzen, damit
die Schnecken sich freuen. Da morgen Gartentag ist, bin ich dann zu mir
gegangen und habe mal wieder aufgeräumt. Immerhin erwarte ich Gäste. Also einen
Gast. Meine Lieblingsaugsburgerin kommt zu Besuch.
Ich habe einen Radi geerntet und einen
gekauft, weil die Ernte recht mager war.
Samstag – Tag 125:
Gestern habe ich natürlich noch nicht
angefangen mit dem Putzen, denn heute ist ja auch noch Zeit. Während meine
Waschmaschine lief, habe ich die Zeit genutzt und mal wieder die Acrylfarben verwendet.
Ich habe ein Maleck in meiner Wohnung, wo ich mich auf den Boden setzen und
Leinwände anmalen kann. Ich mache das recht selten, weil ich in meiner Wohnung
nur selten bin und wenn, dann schlafe ich am liebsten. Am Nachmittag, nach
getaner Arbeit, bin ich zum Garten gegangen und habe geschaut, ob noch wer da
ist. Aber es war nur eine weitere Dame da, die nichts vom Gartentag wusste. Der
ist dann eh ausgefallen, weil es geregnet hatte. Ich habe mich mit Nikolai bei
der Taverne Kreta getroffen um den stadtbesten Gyros zu verspeisen. Dann ging
es wieder zu Nikolai.
Für morgen wurde eine Pressekonferenz
angekündigt, wo sie uns die neuen Maskenregeln erklären wollen.
Sonntag – Tag 126:
Ich habe Radisalat gemacht. Nur aus dem
gekauften Radi, denn mein eigener war klein, schrumplig, verholzt und wurmig.
Der Radisalat hat mehrere Stunden gezogen und war exzellent. Nikolai wollte
dann mittags aber Pizza essen, also haben wir Pizza bestellt. Nikolai hat da
einiges nachzuholen mit seinem fastfood-Verzicht während des Daheimbleibens.
Die Pressekonferenz wurde auf Montag
verschoben, weil der Chef nicht im Haus ist. Kurz ist grad in Brüssel oder so,
Gelder einsammeln, glaube ich.
Hab abends noch einen Tee für morgen gekocht.
Gesungen haben wir auch noch.
Montag – Tag 127:
Ich bin früher als sonst aufgestanden, denn heute
ist Exkursionstag. Meine Lieblingswienerin und ihr Freund haben mich abgeholt
und wir sind zusammen nach Perchtholdsdorf gefahren. Dort haben wir die
Wehrkirche angeschaut (sie haben eins der ekelhaften Desinfektionsmittel
rumstehen), haben einen Wanderstempel abgeholt und sind dann losmarschiert.
Also nur wir Mädls. Ihr Freund hat das Auto wieder zurückgebracht. Wir sind
denn Wiener Wallfahrtsweg bis Heiligenkreuz gelaufen. Meine Bürokollegin musste
dann noch 2 h weiter bis zu ihrer Unerkunft. Ich bin ab da mit dem Bus
zurückgefahren, sie hat noch 2 Wochen wandern vor sich, bis sie in Kärnten
angekommen ist.
Der Weg war sehr schön, meistens durch den
Wald und kaum Steigungen. Allerdings wurde es Mittags echt zach, wo die Sonne
die Luft in eine Wand verwandelte, wo man kaum noch durchatmen konnte. Das
Wasser ist und dann auch ausgegangen, aber ich hoffe, sie hat dann noch was
gefunden, wo ich einfach umgekehrt bin.
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| Wehrkirche Perchtoldsdorf |
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| Das Bild wurde ganz komisch angeleuchtet |
Wir haben so viele Schmetterlinge gesehen!
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| Da waren wir bei einem Aussichtspunkt, wo man runterschauen konnte. Ich habe aber nur dieses Schild fotographiert. |
Ich hatte nach der ersten Stunde schon Blasen
an einem Fuß, was ich eh erwartet habe, aber dass es gleich so schnell geht…
Meine Schuhe sind eindeutig zu klein. Dabei habe ich die aus dem Fachhandel
meines Vertrauens und mich extra beraten lassen. Ich habe damals dem Typen
gesagt, dass das eher knapp ist, aber der Verkäufer meinte, dass das gut so
ist. Haha. Er wollte mir die Schuhe eh erst gar nicht geben, weil sie so breit
sind (genau wie meine Füße). Ich trage Schuhe nicht aus Fashion-Gründen,
sondern weil man nicht überall barfußlaufen kann. Tsss.
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| Das ist eine Kamelhalsfliege! Eins der wenigen Insekte, die ich erkenne. |
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| Eine Burg! Außenrum war eine Pferdekoppel etc. |
Abends war ich dann wieder daheim, grade
rechtzeitig für den Abendsport. Danach gab es Radi. Ich wollte den so cool
anschneiden wie Mama das immer macht. Wie eine Ziehharmonika. Aber stattdessen
habe ich 5 kleine Häufchen Radischeiben produziert. Geschmeckts hats immer
noch.
Die Pressekonferenz ist dann doch erst morgen.
Dienstag – Tag 128:
Ich war einen halben Tag an der Uni, dann hab
ich mich mit Nikolai getroffen zum Shoppen. Als erstes hat er mich beim
Bergschuhladen abgesetzt, denn auch meine Bergschuhe sind mir inzwischen zu
klein. Davon krieg ich zwar keine Blasen, aber die Schuhe quetschen meine Füße
ganz schön zusammen. Vielleicht passen sie meiner kleinen Schwester noch. Die
hat zwar lange, aber dafür schmale Füße.
Es war wahrscheinlich etwas dämlich, mit einer
Blase an der Ferse Bergschuhe zu testen, aber ich muss die ja auch noch
einlaufen, bevor ich sie in die Berge mitnehme. Nach dem dritten Mal Schuhebinden
hat sich die Haut an den Schnürfingern abgelöst. Meine Ferse hat wehgetan, die
Zehen haben noch vom Wandern wehgetan, meine Finger haben weh getan, es war
alles mimimi. Ich hab dann direkt von den Beratern Pflaster bekommen. Sie haben
nur gemeint: „Hat man wirklich Schuhe anprobiert, wenn man danach nicht lauter
Tapes an den Fingern hat“. Oder so ähnlich.
Aber jetzt habe ich neue Bergschuhe und ich
hoffe, dass sie so super sind wie beim Anprobieren. Ich werde sie jetzt noch
ein paar Mal abends in der Wohnung anziehen, um sicher zu gehen.
Bei der Pressekonferenz haben sie verkündet,
dass man nun auch in der Post und im Supermarkt und in der Bank wieder Maske
tragen muss.
Ich habe mega Muskelkater.









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