Mittwoch, 22. Juli 2020

Tag 123 bis 128: Mimimimimi



Donnerstag – Tag 123:
Abends war sicher Sport, aber ich kann mich nicht mehr erinnern.

Freitag – Tag 124:
Ich war an der Uni und habe wieder fleißig am paper gearbeitet. Ja, das eine der Arbeiten, die nie weniger werden. Ich habe von einem CoAutor die erste Rückmeldung erhalten. Er hat in 3 Tagen mein komplettes Skript gelesen und kommentiert. Das muss ich jetzt durchgehen und schauen, wie viele seiner Vorschläge ich übernehmen werde.

Nach der Uni bin ich zum Garten gegangen und habe den Nachwuchs ausgepflanzt. Es sind vor allem junge Salatpflanzen, damit die Schnecken sich freuen. Da morgen Gartentag ist, bin ich dann zu mir gegangen und habe mal wieder aufgeräumt. Immerhin erwarte ich Gäste. Also einen Gast. Meine Lieblingsaugsburgerin kommt zu Besuch.
Der Nachwuchs

Ich habe einen Radi geerntet und einen gekauft, weil die Ernte recht mager war.
Welcher von beiden ist wohl gekauft? Sieht man einen Unterschied?

Samstag – Tag 125:
Gestern habe ich natürlich noch nicht angefangen mit dem Putzen, denn heute ist ja auch noch Zeit. Während meine Waschmaschine lief, habe ich die Zeit genutzt und mal wieder die Acrylfarben verwendet. Ich habe ein Maleck in meiner Wohnung, wo ich mich auf den Boden setzen und Leinwände anmalen kann. Ich mache das recht selten, weil ich in meiner Wohnung nur selten bin und wenn, dann schlafe ich am liebsten. Am Nachmittag, nach getaner Arbeit, bin ich zum Garten gegangen und habe geschaut, ob noch wer da ist. Aber es war nur eine weitere Dame da, die nichts vom Gartentag wusste. Der ist dann eh ausgefallen, weil es geregnet hatte. Ich habe mich mit Nikolai bei der Taverne Kreta getroffen um den stadtbesten Gyros zu verspeisen. Dann ging es wieder zu Nikolai.

Für morgen wurde eine Pressekonferenz angekündigt, wo sie uns die neuen Maskenregeln erklären wollen.

Sonntag – Tag 126:
Ich habe Radisalat gemacht. Nur aus dem gekauften Radi, denn mein eigener war klein, schrumplig, verholzt und wurmig. Der Radisalat hat mehrere Stunden gezogen und war exzellent. Nikolai wollte dann mittags aber Pizza essen, also haben wir Pizza bestellt. Nikolai hat da einiges nachzuholen mit seinem fastfood-Verzicht während des Daheimbleibens.

Die Pressekonferenz wurde auf Montag verschoben, weil der Chef nicht im Haus ist. Kurz ist grad in Brüssel oder so, Gelder einsammeln, glaube ich.

Hab abends noch einen Tee für morgen gekocht. Gesungen haben wir auch noch.

Montag – Tag 127:
Ich bin früher als sonst aufgestanden, denn heute ist Exkursionstag. Meine Lieblingswienerin und ihr Freund haben mich abgeholt und wir sind zusammen nach Perchtholdsdorf gefahren. Dort haben wir die Wehrkirche angeschaut (sie haben eins der ekelhaften Desinfektionsmittel rumstehen), haben einen Wanderstempel abgeholt und sind dann losmarschiert. Also nur wir Mädls. Ihr Freund hat das Auto wieder zurückgebracht. Wir sind denn Wiener Wallfahrtsweg bis Heiligenkreuz gelaufen. Meine Bürokollegin musste dann noch 2 h weiter bis zu ihrer Unerkunft. Ich bin ab da mit dem Bus zurückgefahren, sie hat noch 2 Wochen wandern vor sich, bis sie in Kärnten angekommen ist.
Der Weg war sehr schön, meistens durch den Wald und kaum Steigungen. Allerdings wurde es Mittags echt zach, wo die Sonne die Luft in eine Wand verwandelte, wo man kaum noch durchatmen konnte. Das Wasser ist und dann auch ausgegangen, aber ich hoffe, sie hat dann noch was gefunden, wo ich einfach umgekehrt bin.

Wehrkirche Perchtoldsdorf

Das Bild wurde ganz komisch angeleuchtet
Wir haben so viele Schmetterlinge gesehen!

Da waren wir bei einem Aussichtspunkt, wo man runterschauen konnte. Ich habe aber nur dieses Schild fotographiert.
Ich hatte nach der ersten Stunde schon Blasen an einem Fuß, was ich eh erwartet habe, aber dass es gleich so schnell geht… Meine Schuhe sind eindeutig zu klein. Dabei habe ich die aus dem Fachhandel meines Vertrauens und mich extra beraten lassen. Ich habe damals dem Typen gesagt, dass das eher knapp ist, aber der Verkäufer meinte, dass das gut so ist. Haha. Er wollte mir die Schuhe eh erst gar nicht geben, weil sie so breit sind (genau wie meine Füße). Ich trage Schuhe nicht aus Fashion-Gründen, sondern weil man nicht überall barfußlaufen kann. Tsss.
Das ist eine Kamelhalsfliege! Eins der wenigen Insekte, die ich erkenne.

Eine Burg! Außenrum war eine Pferdekoppel etc.
Abends war ich dann wieder daheim, grade rechtzeitig für den Abendsport. Danach gab es Radi. Ich wollte den so cool anschneiden wie Mama das immer macht. Wie eine Ziehharmonika. Aber stattdessen habe ich 5 kleine Häufchen Radischeiben produziert. Geschmeckts hats immer noch.
Die Pressekonferenz ist dann doch erst morgen.

Dienstag – Tag 128:
Ich war einen halben Tag an der Uni, dann hab ich mich mit Nikolai getroffen zum Shoppen. Als erstes hat er mich beim Bergschuhladen abgesetzt, denn auch meine Bergschuhe sind mir inzwischen zu klein. Davon krieg ich zwar keine Blasen, aber die Schuhe quetschen meine Füße ganz schön zusammen. Vielleicht passen sie meiner kleinen Schwester noch. Die hat zwar lange, aber dafür schmale Füße.

Es war wahrscheinlich etwas dämlich, mit einer Blase an der Ferse Bergschuhe zu testen, aber ich muss die ja auch noch einlaufen, bevor ich sie in die Berge mitnehme. Nach dem dritten Mal Schuhebinden hat sich die Haut an den Schnürfingern abgelöst. Meine Ferse hat wehgetan, die Zehen haben noch vom Wandern wehgetan, meine Finger haben weh getan, es war alles mimimi. Ich hab dann direkt von den Beratern Pflaster bekommen. Sie haben nur gemeint: „Hat man wirklich Schuhe anprobiert, wenn man danach nicht lauter Tapes an den Fingern hat“. Oder so ähnlich.

Aber jetzt habe ich neue Bergschuhe und ich hoffe, dass sie so super sind wie beim Anprobieren. Ich werde sie jetzt noch ein paar Mal abends in der Wohnung anziehen, um sicher zu gehen.
Bei der Pressekonferenz haben sie verkündet, dass man nun auch in der Post und im Supermarkt und in der Bank wieder Maske tragen muss.

Ich habe mega Muskelkater.


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