Dienstag, 30. Juni 2020

Tag 106: Welchen Monat haben wir?


Ich stehe inzwischen wieder früher auf, meistens zwischen 6:30 und 7:30. Heute bin ich nach dem Frühstück an die Uni gefahren, denn ich musste noch einige Daten holen. Es ist auch immer nett an der Uni, wenn man mal wieder seine Kollegen sieht.

Am Abend bin ich noch gießen gegangen und danach haben wir uns mit Freunden getroffen. Es sind grad welche aus Deutschland zu besuch und wir sind in einen Biergarten gegangen. Ich habe Zwickel Schnitt getrunken. Das ist Schwarzbier gepanscht mit Zwickel. Reines Schwarzbier war mir zu hart, wenn ich morgen wieder arbeiten muss.

Es war sehr schön mal wieder was „normales“ zu machen, auch wenn ich dabei Kontakt zu 5 Nicht-Haushaltsmitgliedern hatte.

Tag 105: Wieder beginnt eine neue Woche


Montags haben wir immer ein Zoom-Meeting von der Arbeit und weil mein Chef dabei war, dauerte es auch nur 20 min.

Abends haben wir wieder Sport gemacht. Meine Familie hat daheim inzwischen Judomatten ausgeliehen, die sie für den Sport auslegen. Mitten im Training hat es dann regnen angefangen, woraufhin alle panisch die Matten ins Trockene getragen haben. Wir konnten das über Skype verfolgen, denn die ganze Elektronik haben sie als letztes weggeräumt. Prioritäten.

Sonntag, 28. Juni 2020

Tag 104: Brezenträume


Ich habe heute Nacht von Brezen geträumt und dann direkt welche gebacken. Sie sind nicht ganz perfekt geworden, da ich nur Dinkelmehl daheim habe und auch das Hagelsalz fehlte, aber gut genug.


Mittags hat Nikolai Kartoffeln gekocht.

Er hat auch nach dem Vogerl geschaut, weil es sich noch im Innenhof herumtreibt, aber er hat es nicht gefunden. Das kann ja dann nur heißen, dass seine Eltern ihn gefunden haben und ihn wieder füttern.
Gestern ist eine Postkarte angekommen von der entfernten Verwandtschaft. Es war die Antwort auf eine Postkarte, die wir letztens losgeschickt haben. „Entfernte Verwandtschaft“ bedeutet, dass ich nicht sicher bin, wie wir genau verwandt sind. Ich weiß nur, dass es mütterlicherseits ist. Sie werden bei unserem alljährlichen Treffen nicht da sein, um sich selbst und andere zu schützen. Ich weiß nicht, ob ich auch so vorbildlich sein werde. Immerhin planen wir grade eine mehrtägige Wanderung mit sieben Leuten, wo ich mit den wenigsten verwandt bin.

Wir haben in den letzten Monaten an einer Geschichte geschrieben, wo jeder immer einen Absatz dazu schreibt und dann ans nächste Geschwister weiterschickt. Die Geschichte wurde brutal von mir ermordet, indem der Erzähler einfach aufwacht. Als Ersatz malen wir jetzt einen Comic, wo jeder ein neues Bild hinzufügt.

Samstag, 27. Juni 2020

Tag 101 bis 103: Kein gutes Wetter mehr in Wien


In den letzten Tagen wurde es leider immer wärmer. Die Sonne brennt inzwischen wie blöd. Mir fehlt das angenehme Regenwetter der letzten Wochen.

Freitags war ich ein letztes Mal im Labor, um meine Messungen abzuschließen. Ich bin halbwegs zufrieden mit dem Ergebnis. Jetzt muss ich nur noch alle anderen Messungen auswerten, die sich in den letzten Monaten angesammelt haben.

Nikolai hat grade einen Vogel gerettet. Ich glaube es war ein Rotschwanzerl, zumindest hatte es einen roten Schwanz. Das Vogerl ist in den Hausflur geflogen und hat sich in einer dunklen Ecke versteckt, während die Eltern draußen geschimpft haben. Nikolai, der Held des Tages, hat den Vogel in einem Karton eingefangen und nach draußen gebracht. Wir haben uns dann zurückgezogen und jetzt ist er nicht mehr da. Hoffentlich haben seine Eltern ihn gefunden, aber sie schimpfen zumindest nicht mehr.

Die Kirschen von Lenard habe ich zu Eis verarbeitet.


Für mein Beet habe ich eine Anzucht gestartet, um die Lücken zu füllen.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Tag 97 bis … 100?: Keine Schreibmoral mehr


Es wird immer schlimmer mit den Abständen zwischen den blog-Einträgen. Aber es ging ja auch mal ums daheimbleiben und jetzt bin ich immer weniger daheim.

Es ist alles wie immer. Sonntags Singen, Montags Training. Ich habe heute noch, am Mittwoch, Muskelkater davon. Zwischendurch habe ich Kirschkuchen gemacht und gegessen, mit Hilfe von Nikolai und Lenard. Lenard ist ein Ungar, der mich am Dienstag besucht hat. An seinem Verhalten ist mir erst aufgefallen, wie „normal“ bei uns wieder alles ist. Er war noch sehr vorsichtig, wenn es um Kontakte und potenzielle Ansteckungen ging. Aber es war sehr nett, ihn wieder zu sehen. Ich kenne Lenard aus Krumau, wo wir beide eine zweiwöchige Fortbildung besucht haben. Dort habe ich großzügig allen meine Kontaktdaten weitergegeben und alle eingeladen, mich mal in Wien zu besuchen. Keiner ist gekommen, außer Lenard, der eh Familie hier hat und monatlich in Wien ist. Er hat mir eigene Kirschen mitgebracht und ich bin noch etwas unschlüssig, was ich mit denen machen will. Nicht noch einen Kuchen, so viel steht fest.
Es gibt offensichtlich eine Aussichtsterrasse auf meiner Uni, von der ich noch ncihts wusste


Mein Beet sieht nach wie vor sehr chaotisch aus. Ich mag das. Allerdings bin ich da wohl allein mit der Einstellung, denn es wurde sich über unseren unordentlichen Garten beschwert. Wir müssen die Wege zwischen den Beeten mähen. Ich versteh nicht recht, warum, aber ich habe mich brav hingekniaglt und hab mit einer stumpfen Sichel (wollte grade Handsense schreiben) auf das Gras eingedroschen. Außerdem ist das Unkraut, das überall wuchs, inzwischen erkennbares Unkraut geworden und ich habe es rausgeschmissen. Jetzt habe ich wieder viel Platz, weshalb ich bei Nikolai eine Anzucht starte für Salat, Wurzelpetersilie, Pastinak und Rote Rüben. Armer Nikolai.
Die Blumen im Gang sind prächtig, aber leider mit Blattläusen. Ich muss sie wohl langsam mal aussiedeln ins Beet.
ordentlichstes Beet, das ich je hatte

meine ersten Radi

...

Da sind Blumen!

In der Arbeit habe ich erfolgreich die Ploidiestufe meiner Pflanzen aus den GBS-Daten geschätzt! Die Ploidie gibt an, wie viele Kopien des Erbguts pro Zelle vorliegen. GBS-Daten sind kurze Fragmente der DNA (Erbgut), und davon viele pro Stelle in der DNA. Wenn man mehr als einen Satz des Erbguts hat (der Mensch hat zum Beispiel zwei), dann können sich beide Sätze voneinander leicht unterscheiden. Wenn es an der gleichen Stelle in der DNA verschiedene Kopien gibt, spricht man von Allelen. Und an Hand der Häufigkeit von verschiedenen Allelen an der gleichen Stelle kann man die Ploidie schätzen.

Jetzt müsste ich mal wieder an meiner Dissertation weiterschreiben. Aber das Ploidieschätzen war auch wichtig!


Sonntag, 21. Juni 2020

Tag 95 und 96: Tomaten und Unkraut


Am Freitag habe ich einen ganzen Absatz geschrieben! Allerdings mit vielen Platzhaltern, wo ich mal genaue Daten mit Zitation einfügen werde. Irgendwann gab es auch noch gebackenen Camembert. Dann bin ich am Nachmittag an die Uni gefahren, um „mal eben ein Programm durchlaufen zu lassen“. Um 17 Uhr war ich da, um 23 Uhr lief das Programm und ich ging heim zu mir. Dort hingen die Cocktailtomaten fürchterlich, so sehr habe ich sie vernachlässigt. Nach einer Runde gießen ging ich zu Bett.

Am Samstag trödelte ich lange herum und machte, als ich es geschafft hatte, das Haus zu verlassen, einen Abstecher in den Garten. Zum Glück war sonst niemand da. Es wäre eigentlich Versammlung gewesen, aber es regnete. Ich pflanzte meine Tomaten ins Beet und befreite es von diesen komischen Pflanzen, wo ich nicht weiß, was es ist. Möglicherweise habe ich es ausgesät, aber es war so oder so zu viel davon. Nichts darf in der Nähe meiner Radis stehen.

An der Uni war das Programm fertig und ich machte mich ans weiterverarbeiten. Als ich alle Dateien kleingenug hatte, packte ich sie ein und ging wieder zu Nikolai, wo ich weiter analysierte. Nikolai lernt grad für irgendwelche Prüfungen. In einer Lernpause gingen wir Bosna essen. Meine kleine Schwester weiß inzwischen auch, wie himmlisch die Bosna von dem Stand sind. Der Würstler kennt Nikolai eh schon sehr gut und weiß, was er will. Unter den Gästen entbrannte eine Diskussion, ob es „das Pauschale“ oder „die Pauschale“ heißt. Als sie unterstellten, dass ein Deutscher wohl „das Pauschale“ auf die homepage geschrieben hätte, musste ich einschreiten und protestierte laut.

Meine Blumen daheim bei Nikolai sehen super aus.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Tag 91 bis 94: Back to work


Jetzt habe ich schon länger nicht mehr von mir hören lassen. Ich arbeite wieder und da passiert generell nicht viel. Ich verlasse wieder kaum das Haus, denn ich bin immer noch in home office. Mein Arbeitsauftrag war, mir ein paar Programme anzuschauen und nach 4 Tagen habe ich eins davon zum laufen gekriegt. Es sind eh nur zwei. Ich habe mit dem ersten angefangen und dann bin ich in ein Problem gelaufen: Eins der Programme unterstützt nicht mehr eins der anderen Programme. Ich habe ein bisschen ausprobiert, alles auf neuere Versionen umzustellen und habe mich dann dem zweiten Programm zugewendet. Da habe ich dann schnell festgestellt, dass das benötigte input-file noch nicht in meiner Sammlung ist. Also habe ich geschaut, wie ich meine vorhandenen Daten in das richtige Format bekomme. Am Ende habe ich noch mal das erste Programm ausprobiert und erfolgreich alle alten Versionen installiert. Es funktioniert jetzt. Als input brauche ich genau das gleiche wie beim zweiten Programm. Naja, das kann ich dann hoffentlich morgen abend generieren, wenn ich mich heimlich an die Uni schleiche.

Ich habe noch den Hollersirup abgekocht und abgefüllt. Eine Flasche geht an meine Mitsammler, die andere behalte ich.

Ein Freund von Nikolai hat Kirschen vorbeigebracht, die ich zu einem Kuchen verarbeiten werde. War Nikolais Idee. Dabei isst er ja eh kaum Kuchen.

Gestern beim Singen hat Nikolai und mein Schwager uns musikalisch begleitet und wir haben die besten DDR-Lieder gesungen, die Nikolai in seiner Playlist hatte.

Nachdem ich erst mal keine Softwareprobleme mehr habe, weil ich alles auf morgen verschoben habe, werde ich mich nun dem Schreiben widmen. Etwas, was ich schon sehr lange hätte tun sollen. :D

Sonntag, 14. Juni 2020

Tag 90: Schlafen


Es ist Sonntag und mein Plan war, daheim zu bleiben. Allerdings fiel mir dann ein, dass heute Gartentag ist, wo ich beim Garten auftauchen sollte. Als ich unterwegs war, bekam ich eine Nachricht, dass die Versammlung auf Grund des Gewitters verschoben wird. Also machte ich noch einen Umweg über den Eisladen und fuhr dann wieder heim. Den Rest vom Tag schlief ich, wodurch ich auch noch zu spät zum Singen kam.

Tag 89: Bisamhügel


Um 6 stand ich auf, um Focaccia zu backen. Um 7 verlies ich die Wohnung und machte mich auf zum Bisamberg. Wir liefen da zu dritt rauf und es war sehr schön. Man hat eine gute Aussicht auf Wien und meine Mitwanderer waren sehr unterhaltsam. Oben angekommen frühstückten wir und gingen dann wieder nach unten. Wir kamen an einem Heurigen vorbei, der offen hatte und kehrten dort ein. Unterwegs sammelten wir noch Hollerblüten, die ich dann nachmittags zu Sirup verarbeitete. Abends traf ich meine Freundin wieder zum Grillen.

Tag 88: Jetzt heißt es Abschied nehmen.


Morgens bin ich ein letztes Mal zu meiner Schwester in meine Wohnung gefahren, wir haben gefrühstückt und noch mal Caverna gespielt. Danach sind wir Masken kaufen gegangen. Eigentlich hat meine Schwester eh schon genug Masken von unserer begnadeten Tante bekommen, aber in ihrem Alter braucht man halt viel Auswahl in der Kleiderwahl. Der Schneider meines Vertrauens hat grad auch sein Sommer-Modell rausgebracht, was nicht so weit übers Kinn geht und sehr angenehm zu tragen ist.

Nach erfolgreichem Shopping ging es weiter zum Stadtpark und nach einer Fotosession am Strauss-Denkmal trafen wir Nikolai auf einen Burrito. Der Laden hat grad erst aufgemacht und die Burritos waren gigantisch groß. Diesmal nahm ich Tomaten mit Koriander und vermied die scharfe Soße, die auch Koriander enthielt. Ich habe das Seifengen – für mich schmeckt Koriander nach Seife. Nikolai hat das zum Glück auch.

Mit gefülltem Magen machten wir uns auf zum Bahnhof, wo wir meine Schwester in den Zug nach Hause steckten. Während sie stundenlang im Zug saß, lag ich im Bett und schlief stundenlang. Ich kann sonst nie tagsüber schlafen. Jetzt back ich noch Focaccia für morgen. Meine Wiener Freundin hat mich eingeladen, mit ihr morgen früh auf einem der Wiener Hügel zu frühstücken.

Donnerstag, 11. Juni 2020

Tag 87: Marilleneisknödel und Uhudlereis


Morgens haben wir wieder gefrühstückt und dann Caverna gespielt. Diesmal habe ich versucht, möglichst viele Zwergenbabies zu zeugen und hatte am Ende auch fünf Zwerge. Man startet mit zwei.

Danach sind wir durch die Parks spaziert und haben Leute und Bäume angeschaut. Als genug Platz im Magen war, haben wir uns auf den Weg gemacht und Nikolai am Gyrosladen getroffen. Taverne Kreta, bester Gyros in Wien. Die würzen ihr Pommes frittes mit Kräutern, es ist ein Traum.

Auf dem Weg zum Donaupark sind wir an der Mannafabrik vorbei gegangen, aber wegen des Feiertags roch es leider nicht nach Schokolade. 

Im Donaupark sind wir mit der Lilliputbahn herumgefahren und haben allen Kindern zugewunken, die uns neidisch angeschaut haben. Auch ein paar Teenagermädchen waren eifersüchtig, dass wir Zug fuhren und sie nicht. Der Zugfahrer hat immer wieder Lutscher nach den winkenden Kindern geworfen. Es war ein großartiges Erlebnis.

Nachdem wir genug Zug gefahren sind, sind wir zur U-Bahn gelaufen und haben dabei die Donau auf einer schwimmenden Brücke überquert. Da waren überall Leute, als ob Feiertag wäre und keiner was zu tun hätte und Anzeichen einer Pandemie hat man da auch nicht bemerkt.

Mit der U-Bahn sind wir direkt zu Tichy gefahren um Marilleneisknödel, Sachertorteneis und Uhudlereis zu testen. Es war alles vorzüglich und mit einem leichten Schwips machten wir uns nach Hause auf, damit der Trainer nicht zu spät zum Training kommt.

Jetzt verzehren wir noch den Kuchen von gestern – Sachertorte und Apfelstrudel – und dann schauen wir ganz viele Filme an. Morgen muss meine Schwester leider wieder abreisen. Dann können wir uns alle von den Strapazen erholen.

Mittwoch, 10. Juni 2020

Tag 86: Touri-Programm de luxe


Morgens war ich wieder zum Frühstücken bei meiner Schwester. Danach haben wir Caverna gespielt. Man hat da eine Zwergenfamilie und baut Gemüse und Tiere an und baut seine Wohnhöhlenräume und Minen aus. Nachdem unsere Zwerge ein glückliches Leben hatten, sind wir zur Albertina gefahren. Die Albertina hat eine der bedeutensten Kunstsammlungen weltweit. Wir haben mehrere Picassos bewundert, Werke vom Blauen Reiter und natürlich Dürers Feldhasen. Außer den Bildern kann man auch mehrere Prunkräume bewundern. Man kann da einfach so über dies uralten teuren Böden latschen und die Seidentapeten aus der Nähe betrachten.

Nachdem wir künstlerisch gesättigt waren, zogen wir los zum Cafe Cetral, wo wir recht schnell einen Tisch bekamen. Wir aßen Schnitzel und tranken Kaffee, bis der Laden dicht machte. Das war heute recht früh, um 17:30, denn auch die Cafes müssen jetzt wirtschaftlich denken. Im Cafe Central saßen Gerüchten zu Folge schon Hitler und Stalin. Und einige Künstler und Persönlichkeiten, die ich mir nicht gemerkt habe.

Um rechtzeitig zum Singen wieder daheim zu sein, eilten wir zu Nikolais Wohnung. Dort schrieben wir dann ein paar Karten.

Wir brachten meine Schwester noch zurück zu meiner Wohnung, wobei ich schon überlegt hatte, ob sie alt genug ist, um allein zu fahren. Die ganzen G’spinnerten unterwegs belehrten mich eines besseren. Niemand sollte mit solchen Menschen allein gelassen werden.

Tag 85: Stelzenessen im Schweizerhaus


Am Morgen fuhr ich zu meiner Schwester zum Frühstücken. Sie hatte schon alles hergerichtet und ich war zu spät. Dann trafen wir Nikolai am Prater. Hier hatten die wenigsten Geschäfte auf, aber wir wollten eh nur Essen gehen. Um Zeit zu überbrücken, gingen wir auf den WU-Campus (Wirtschafts-Uni) und fläzten uns in so Kunstwerkliegen. Das sind Sitzgelegenheiten, die Teil eines Kunstwerks sind. Irgendwann beschlossen wir dann, endlich essen zu gehen. Wir gingen ins Schweizerhaus, was ein klassisches Touri-Ziel ist. Jetzt ist da grad recht wenig los. Man isst dort Stelze. Für unsere deutschen Freunde: Das ist ein Eisbein. Für den Rest: Schweinshaxn. Wir haben eine bestellt, dazu Kraut und Kartoffeln und wir sind zu dritt davon gut satt geworden. 

Nikolai sah die Lilliputbahn in Betrieb und wir beschlossen, damit zu fahren. Die Bahn fährt einmal durch den Prater. Danach gingen wir in den Supermarkt, Bier holen und dann an die Donau. Mama sollte das wahrscheinlich nicht erfahren, dass ich ihrer Tochter Alkohol gekauft habe, aber sie liest den Blog eh nicht. Nach einer ausgedehnten Suche nach dem perfekten Platz ließen wir uns zwischen den Hausbooten nieder. Dort saßen wir dann auch, bis sich Wolken zusammenzogen und wir beschlossen, noch Eis essen zu gehen. Dann ging es zu Nikolai zum Filmschauen. So viel Programm hatte ich schon ewig nicht mehr.

Tag 84: Touriprogramm


Das hatte ich gar nicht so richtig erklärt, glaube ich, aber meine Schwester ist mitgekommen zu mir nach Hause. Wir wurden überhaupt nicht kontrolliert und hatten eine angenehme Fahrt.

Meine Blümlis sind ganz schön groß geworden
Wir kamen erst spät an und sind gleich ins Bett. Sie in meins und ich in das von Nikolai. Sie schläft das erste Mal allein in einer Wohnung, aber sie ist ja schon groß und sie meinte, sie fühle sich autark.
Am ersten Tag trafen wir uns im Zug und sind zum McD zum Frühstücken gefahren. Im Zug haben wir ganz zufällig meine Kollegin und Freundin getroffen, die uns dann begleitet hat. Dann ging es weiter in den Tiergarten. Sie haben zur Kontaktvermeidung die meisten Häuser mit Tieren zugesperrt, aber es waren eh viele im Außengehege zu sehen. Wir haben auch den Babyelephanten gesehen! 


Panzerpferd

Baby-Riesenrüsselpferd

große Katze
Nach ca 6 h waren wir fix und fertig und sind Burgeressen gegangen. Danach gab es Sport und diesmal hatte ich die Trainerin neben mir. Ich frage mich, wie sie mit dem ganzen Essen im Bauch und einem Tag Hatscherei in den Füßen durchgehalten hat. Wir brachten sie noch heim und dann bin ich direkt ins Bett gefallen.

Sonntag, 7. Juni 2020

Tag 83: jetzt faaahrn wir wieder heim

Sonntags gibt es immer ein ausgedehntes Frühstück von 7:30 bis 9:00. Danach wird gemeinsam gekocht und gespielt. Wir sind zwischendurch zum Friedhof gegangen, um den neuen Grabstein zu bewundern. Der ist echt schick geworden! Der Stein ist eher schlank und füllt in der Breite das Grab nicht komplett. Der Stein ist grau und links ist ein Kreuz, das dadurch entstanden ist, indem der Künstler außenrum den Stein weggefräst hat. Rechts unterm Querbalken stehen die Namen der Bewohner in rot. Das Grab ist mit Metall eingefasst und vorne ist eine Laterne und die Vogeltränke auf dem gleichen Stein. Da hat der Künstler das untere Ende abgeschnitten und vorn hingelegt. Die Vogeltränke ist eine Vertiefung im Stein. Toll. Und die Bepflanzung durch meine Tante passt auch super zum Grabstein dazu.

Nach dem Mittagessen haben wir den ganzen Tag gespielt, bis es Zeit wurde, an den Bahnhof zu fahren. Jetzt sitzen wir im Zug und hoffen, dass wir über die Grenze kommen.

Tag 82: Garten-Paradies

In der Gärtnerei gibt es immer viel zu tun. Ich müsste den Hopfen rausreißen (war leider ein männlicher), die Avocadoblätter einsammeln, die Schwammerl versorgen... Aber ich habe davon nichts gemacht. Normalerweise nehme ich mir eine Woche Urlaub und helfe dann ein wenig mit, aber diesmal kommt ja meine Schwester und dafür brauche ich ja auch Urlaub. 

Nachmittags ging ich zu meiner Tante rüber, die nebenan wohnt. Sie hatte mir eine Führung durch ihren Garten versprochen. Dort war auch mein Onkel, denn sie hat sich ein E-Bike gekauft und brauchte Transporthilfe. Wir machten also eine gemeinsame Tour durch den gigantischen Park. Das Herzstück ist ein altes Glashaus, in dem sie Gemüse und Salat und Erdbeeren etc anbaut. Davor gibt es Irise und Rosen und alle möglichen Pflanzen, deren Namen ich bereits wieder vergessen habe. Als es dann regnen anfing, flüchteten wir ins Haus und tranken Kaffee. Als die beiden losmussten, um bei ihrem Onkel zu Abend zu essen, ging ich wieder heim. Dort spielte meine Familie bereits. Ich stieg dann beim nächsten Spiel ein.

Es ist so schön hier. Es ist ruhig und jetzt regnet es auch viel, wodurch es kühler wurde und die Luft einfach traumhaft zum Atmen ist.

Tag 81: Avocados und Katzen

Ich machte morgens meinen Kontrollgang durch die Gärtnerei, um zu sehen, wie alles wächst. Der Ingwer wächst nicht. Da hab ich vielleicht zu kleine Stücke gemacht. Dafür haben wir aber viele Kurkumapflanzen. Drei von vier Avocadobäume tragen Früchte! Papa hat sie mehr gegossen, was scheinbar hilft.

Avocados!
Avocadosuchbildschwammerl
Johannisbeersalbei von meiner Freundin
Rose von vorm Haus
Ausgewachsener Salat
Eine Geranie
Currykraut
Kurkuma

Wir haben auch normale Sachen: Tomaten
Am Nachmittag hab ich mich in der Stadt mit einer Freundin getroffen. Wir sind herumgelaufen und haben uns über die Leute lustig gemacht, die in weißen Schuhen, ohne Socken und mit Hochwasserhosen unterwegs waren. Wir waren auch im Katzencafe hnd es gab eine Katze, die sich immer auf den Schal bei uns gelegt hat. Sie war so flauschig!

Michael Jackson Gedenkstätte
Eine Agape!

Freitag, 5. Juni 2020

Tag 80: Geburtstagsparty!

Wer hat das Bilderrätsel entwirren können? Warum hab ich mich so diebisch gefreut on den letzten Tagen? Ich bin nicht mehr daheim geblieben! Ich bin heim gefahren! 

Mein Neffe hatte Geburtstag und ich hab in dem letzten Tagen endlich die richtigen Dokumente für den Grenzübertritt gefunden. Gestern haben sie dann einfach die Grenzen aufgemacht. Deutschland ich komme!

Der Zug war sehr leer und trotzdem haben sich die anderen Fahrgäste alle um mich herum hingesetzt. Die Zugbegleiter haben Mannaschnitten ausgeteilt. "Sie sind mit Abstand unsere liebsten Gäste"

An der Grenze har sich dann niemand für mich interessiert. 

Abends kam ich bei meiner Schwester an. Sie hat sich sehr gefreut - und ich mich erst! Als gute Tante hab ich den Kindern natürlich möglichst viel Süßkram mitgebracht. Nämlich Mannaschnitten, aus dem Zug 😄

Meine Schwester hat ein Festmahl aufgetischt mit Brezen, Weißwurst und Bier und noch ganz vielen anderen Dingen. Ich hab mich sehr bayerisch gefühlt. 

Es war so schön wieder alle aus der Familie zu sehen. 

Abends hab ich noch stundenlang mit Mama geratscht. Das habe ich auch vermisst.

Ich war 3 Monate nicht daheim. Für viele klingt das vielleicht albern, aber ich war noch nie solange fort von daheim. Und ich wohn 500 km weit weg. Aber wer so eine Familie hat wie ich würde auch dauernd heim fahren.

Donnerstag, 4. Juni 2020

Tag 79: Kicher kicher

Und am 79. Tage erwachte ich in meiner Wohnung und räumte noch etwas auf. Der Kühlschrank läuft wieder. 

Ich kehrte dann zurück zu Nikolai. Auf dem Weg sammelte ich noch Hollerblüten. 

Ich arbeitete wenig motiviert an meinem Programm und beschloss recht kurzfristig, dass ich noch Schokolade für Cookies brauche. Mein Neffe hat morgen Geburtstag und da muss man natürlich was vorzeigen können. Mama backt auch für meine Geburts- und Namenstage Kuchen, ohne dass ich anwesend wäre. Auf die Cookies kamen Gummibärchen, weil mein Neffli Gummibärli mag. 

Am Abend haben wir wieder gesungen. 

Es gibt einen Grund, warum ich hier immer so albern kichere. Den verrate ich euch dann morgen. Hier ein ganz dezenter Hinweis:

Mittwoch, 3. Juni 2020

Tag 78: Hihihi


Am Pfingstdienstag muss ich arbeiten, wie alle anderen auch. Ich hatte mich für die Arbeit eingetragen und bin frohen Mutes ins Büro gefahren. Dazu bestand keine Notwenigkeit, aber mein Büro ist wunderbar kühl und wie ich vielleicht schon mal erwähnt habe, ist mein Bildschirm dort so groß wie … er ist groß.

Ein Turm aus Wiener Neustadt.
Mir sind noch ein paar Dinge aufgefallen, die ich aufräumen könnte und so habe ich tatsächlich auch sinnvolle Arbeit geleistet.

Am Abend habe ich bei meinem Beet vorbeigeschaut. Die Radis und Radieschen sehen gut aus und die Blumen werden auch immer größer. Insgesamt schaut mein Beet sehr unordentlich und chaotisch aus.

Bei mir daheim lebt auch weiterhin alles. Ich habe mich dann aufgerafft, meine Wohnung mal wieder zu putzen. Nachdem ich da grad eh nicht lebe und nur zum Gießen hinschaue, war es mir egal. Aber da meine Schwester mich besuchen will, kann ich auch mal wieder saugen.


Zumindest oben ist der Kurkuma prächtig.
neue russische Sorte
Grade habe ich auf der Postwebsite nach meinem Paket geschaut und es existiert noch! Da steht, dass sie die Verpackung ausgebessert haben. Ob wohl die Farben ausgelaufen sind? Egal, sehen wir dann schon.

Montag, 1. Juni 2020

Tag 76 und 77: Pfingsten!


Am Sonntag waren wir daheim. Mittags hat Nikolai Steak gemacht. Mal wieder. Und wie jedes Mal ausgezeichnet!

Mittagessen: Steak, Kartoffeln und Salat
Geburtstagskuchen für meinen Neffen. Ich hab ihn leider schon gegessen, muss wohl noch einen backen.
Sonst war nicht viel los. Am Abend haben wir wieder gesungen. Aber weil uns meine Schwester vergessen hat, hab ich mich mit meiner Freundin verratscht.

Am Montag sind wir dann in aller Frühe mittags losgegangen um nach Wiener Neustadt zu fahren. Dort haben wir vorzüglich gespeist und sind herum gelaufen. Ist auch eine Stadt.

Das ist ein Dom

Der Dom ist high tech! Man kann die Schuhablage raufklappen

Dom von innen

Alles so grün!

Ein Brunnen vorm Dom. Hübsch bunt.

Abends gab es dann wieder Sport.