Samstag, 28. März 2020

Tag 13: America first


Wir haben uns entschlossen, erst Montag wieder einkaufen zu gehen, nachdem ich Nikolais Bedenken, wir könnten Osterhasenknappheit erleiden, nicht ernst genommen habe. Ich taue grade Kuchen auf, damit er sich die restlichen 600 g Schokolade bis Montag einteilen kann, ohne mich einzurechnen. Wir alle müssen Opfer bringen und es ist ja eh Fastenzeit. Da müssen auch mal ein Pfund Schokolade pro Tag reichen (es sind noch 40 h, bis wir wieder einkaufen gehen. Ich frage mich, ob es Menschen gibt, die tatsächlich nur alle 2 Wochen einkaufen gehen können.

Das erste Feedback zu meinem Text war positiv. Es war ein Lob, dass ich überhaupt arbeite, ohne dass sie meinen Text vorher gelesen hat. Bin gespannt auf das reflektierter Feedback.

Die Kresse ist inzwischen ein Wald. Kann ich empfehlen als Kultur.

Ich wollte mich eigentlich in ausgiebigen Tiraden über Streamer und Menschen im Allgemeinen ergehen, aber halten wir es kurz: Ich mag Menschen nur, wenn ich sie kenne und das Internet zählt nicht als Kennen. Es juckt mich wirklich in den Fingern, alle nervtötenden Sachen von denen aufzuzählen. Aber man muss auch mal verzichten.

Ich habe den angefangenen Socken wieder aufgemacht und von vorn angefangen, weil mir aufgefallen ist, dass ich mich beim Anschlag schon verzählt habe.


Ein großer Vorteil von daheim bleiben ist, dass man den ganzen Tag lang Knoblauch essen kann und meine Kollegen merken es nicht.

Unten in der Straße treffen sich öfter zwei ältere Herren, die sich wild gestikulierend unterhalten. Mir gefällt die Vorstellung, dass das die Köpfe der Mafia sind. Um genau zu sein, habe ich die beiden erst zweimal gesehen und ich bin mir nicht mal sicher, ob es die gleichen waren. Aber "Menschen treffen sich in der Straße" klingt einfach nicht spannend.
noch ein Schmetterling aus Linz! Neben ganz vielen Puppen

Morgen fahre ich in meine Wohnung, um nach dem rechten zu sehen, die Pflanzen zu gießen, falls sie noch leben, den Kühlschrank enteisen und vielleicht etwas Erde für die Blumensamen mitzunehmen. Die Mango bleibt, wo sie ist. Wenn sie noch lebt, schafft sie es auch noch mal zwei Wochen, wenn nicht, zieh ich in 1-2 Monaten oder Jahren eine neue.



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