Heute war ich pünktlich um 9 an meinem Arbeitsplatz. Vom Bett aus sind das 2 m. Ich
habe auch tatsächlich knapp 4 h an meinem paper geschrieben mit nur ein paar
kurzen Pausen auf colonist.io und mit viel Schokolade. Nebenbei lief
Hintergrundbeschallung auf Youtube, die ich dann aber ausgeschalten habe, nach
dem mir Herr Leisch mitgeteilt hat, dass die Quarantäne sinnvollerweise
mindestens 8 Wochen dauern sollte. Jetzt laufen wieder die üblichen Krimis von
ZDF, die alle gleich ignorierbar und überflüssig sind und wo in 4 h kein
einziges Mal das böse "C"-Wort gefallen ist. Die Methoden des papers
habe ich überarbeitet und nach dem Mittagessen kommen die Ergebnisse dran.
Jetzt wird erst mal Borschtsch gekocht. Das ist ein echt geniales Gericht, wo man
Rote Be(e)te, Kartoffeln und Kraut kocht und die Bude dann 3 Tage nach Kohl
riecht. Perfekt wenn man die Wohnung nicht verlassen soll. Da kann ich dann
auch gleich eine Menge Gemüse von daheim reinschnipseln. Weitere tolle Rezepte
kann man bei Boris finden: https://www.youtube.com/user/NocturnoPlays
Wie immer schmeckte der Borschtsch glorreich, aber es war zu
viel. Ich sollte in Zukunft den Tag mit Sport anfangen. Gleich morgen.
Nach einer Pestwelle im 16. Jahrhundert haben sich in
München die Leute lange nicht vor die Tür getraut und sind erst wieder
rausgekommen, als die Schäffler in den Straßen getanzt haben. Laut Wikipedia
ist das eine erfundene Geschichte, aber es wäre doch fabulös, wenn es nach der
aktuellen Seuche auch einen Tanz gibt, der für immer daran erinnert, wie alle
nach Wochen der Isolation wieder in ihr Leben finden.
Streit des Tages: wer produziert mehr Staub? Nikolai
beschloss heute als erste Amtshandlung die Wohnung zu saugen mit den Worten:
"Absurd, wie viel Staub man produziert, wenn man daheim ist". Es ist
erst der zweite Tag. Ich bin noch keine 48 h wieder im Land. Auf meine
Beschwerde hin erklärte er, dass ich selbstverständlich keinen Staub
produziere, was mir quasi meine Existenz abspricht. Auch ich staube! Frechheit.
Nach einem ausgedehnten Mittagsschlaf liegt mir der
Borschtsch immer noch schwer im Magen (sicher nicht die Schokolade!), was ich mit
Zirbenschnaps behandle. Damit schreibt es sich gleich viel beschwingter. Soweit
ist das Daheimbleiben schon mal sehr schlecht für meine Gesundheit.
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| Danke an die edlen Spender |
Das Schreiben am paper ist ziemlich zach. Also verbessere ich
erst mal die Graphiken. [Erweist sich als nicht ganz trivial, damit kann ich mich auch ein paar Tage beschäftigen]
Heute abend ist Singen mit der Familie angesagt.
(Ich trinke sonst nicht viel, vor allem nicht an Tagen, wo ich am nächsten Tag arbeiten muss. So ein Lotterleben führ ich normalerweise nicht)
Nachtrag: Wir haben über eine Stunde sehr falsch gesungen.
Alle Beteiligten und Nachbarn haben es geduldig über sich ergehen lassen.
Danach haben wir Star Trek angeschaut. Captain Kirk rettet wie Welt.


das mit den fotos hast du gut gemacht!
AntwortenLöschenDanke! Da habe ich also aggressiv genug nach Komplimenten gefischt :D
LöschenIch hab eine Verständnisfrage: Was bedeuted das Wort "zach"? :D
AntwortenLöschenMan spricht es "zaach".
LöschenWenn wir schon dabei sind: Wusstest Du, dass der Gasteig in München von "Gach Steig" kommt, also eine gacher Steig, was ein steiler Weg ist? Angeblich ist "gach" mit "jäh" verwandt. Meine Sprachvorfahren sind wohl zu faul für Umlaute.
Sowas wie zäh oder langsam/schleppend ;-)
AntwortenLöschenGar nicht falschgesungen haben wir! 'verständnislos guckender Smiley'
AntwortenLöschenHmpf, das ist dann wohl Geschmackssache. Schon allein die grauslige Internetverbindung hat immer für einen unfreiwilligen Kanon gesorgt. Aber ja, sonst natürlich alles Engelschöre.
LöschenDer Zirbenschnaps hilft sicher auch beim Singen
AntwortenLöschenSchlechter macht er es sicher nicht.
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