Sonntag, 28. Juni 2020

Tag 104: Brezenträume


Ich habe heute Nacht von Brezen geträumt und dann direkt welche gebacken. Sie sind nicht ganz perfekt geworden, da ich nur Dinkelmehl daheim habe und auch das Hagelsalz fehlte, aber gut genug.


Mittags hat Nikolai Kartoffeln gekocht.

Er hat auch nach dem Vogerl geschaut, weil es sich noch im Innenhof herumtreibt, aber er hat es nicht gefunden. Das kann ja dann nur heißen, dass seine Eltern ihn gefunden haben und ihn wieder füttern.
Gestern ist eine Postkarte angekommen von der entfernten Verwandtschaft. Es war die Antwort auf eine Postkarte, die wir letztens losgeschickt haben. „Entfernte Verwandtschaft“ bedeutet, dass ich nicht sicher bin, wie wir genau verwandt sind. Ich weiß nur, dass es mütterlicherseits ist. Sie werden bei unserem alljährlichen Treffen nicht da sein, um sich selbst und andere zu schützen. Ich weiß nicht, ob ich auch so vorbildlich sein werde. Immerhin planen wir grade eine mehrtägige Wanderung mit sieben Leuten, wo ich mit den wenigsten verwandt bin.

Wir haben in den letzten Monaten an einer Geschichte geschrieben, wo jeder immer einen Absatz dazu schreibt und dann ans nächste Geschwister weiterschickt. Die Geschichte wurde brutal von mir ermordet, indem der Erzähler einfach aufwacht. Als Ersatz malen wir jetzt einen Comic, wo jeder ein neues Bild hinzufügt.

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