Am Morgen fuhr ich zu meiner Schwester zum
Frühstücken. Sie hatte schon alles hergerichtet und ich war zu spät. Dann
trafen wir Nikolai am Prater. Hier hatten die wenigsten Geschäfte auf, aber wir
wollten eh nur Essen gehen. Um Zeit zu überbrücken, gingen wir auf den WU-Campus
(Wirtschafts-Uni) und fläzten uns in so Kunstwerkliegen. Das sind
Sitzgelegenheiten, die Teil eines Kunstwerks sind. Irgendwann beschlossen wir
dann, endlich essen zu gehen. Wir gingen ins Schweizerhaus, was ein klassisches
Touri-Ziel ist. Jetzt ist da grad recht wenig los. Man isst dort Stelze. Für unsere
deutschen Freunde: Das ist ein Eisbein. Für den Rest: Schweinshaxn. Wir haben
eine bestellt, dazu Kraut und Kartoffeln und wir sind zu dritt davon gut satt
geworden.
Nikolai sah die Lilliputbahn in Betrieb und wir beschlossen, damit zu
fahren. Die Bahn fährt einmal durch den Prater. Danach gingen wir in den
Supermarkt, Bier holen und dann an die Donau. Mama sollte das wahrscheinlich
nicht erfahren, dass ich ihrer Tochter Alkohol gekauft habe, aber sie liest den
Blog eh nicht. Nach einer ausgedehnten Suche nach dem perfekten Platz ließen
wir uns zwischen den Hausbooten nieder. Dort saßen wir dann auch, bis sich Wolken
zusammenzogen und wir beschlossen, noch Eis essen zu gehen. Dann ging es zu Nikolai
zum Filmschauen. So viel Programm hatte ich schon ewig nicht mehr.
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