Mittwoch, 24. Juni 2020

Tag 97 bis … 100?: Keine Schreibmoral mehr


Es wird immer schlimmer mit den Abständen zwischen den blog-Einträgen. Aber es ging ja auch mal ums daheimbleiben und jetzt bin ich immer weniger daheim.

Es ist alles wie immer. Sonntags Singen, Montags Training. Ich habe heute noch, am Mittwoch, Muskelkater davon. Zwischendurch habe ich Kirschkuchen gemacht und gegessen, mit Hilfe von Nikolai und Lenard. Lenard ist ein Ungar, der mich am Dienstag besucht hat. An seinem Verhalten ist mir erst aufgefallen, wie „normal“ bei uns wieder alles ist. Er war noch sehr vorsichtig, wenn es um Kontakte und potenzielle Ansteckungen ging. Aber es war sehr nett, ihn wieder zu sehen. Ich kenne Lenard aus Krumau, wo wir beide eine zweiwöchige Fortbildung besucht haben. Dort habe ich großzügig allen meine Kontaktdaten weitergegeben und alle eingeladen, mich mal in Wien zu besuchen. Keiner ist gekommen, außer Lenard, der eh Familie hier hat und monatlich in Wien ist. Er hat mir eigene Kirschen mitgebracht und ich bin noch etwas unschlüssig, was ich mit denen machen will. Nicht noch einen Kuchen, so viel steht fest.
Es gibt offensichtlich eine Aussichtsterrasse auf meiner Uni, von der ich noch ncihts wusste


Mein Beet sieht nach wie vor sehr chaotisch aus. Ich mag das. Allerdings bin ich da wohl allein mit der Einstellung, denn es wurde sich über unseren unordentlichen Garten beschwert. Wir müssen die Wege zwischen den Beeten mähen. Ich versteh nicht recht, warum, aber ich habe mich brav hingekniaglt und hab mit einer stumpfen Sichel (wollte grade Handsense schreiben) auf das Gras eingedroschen. Außerdem ist das Unkraut, das überall wuchs, inzwischen erkennbares Unkraut geworden und ich habe es rausgeschmissen. Jetzt habe ich wieder viel Platz, weshalb ich bei Nikolai eine Anzucht starte für Salat, Wurzelpetersilie, Pastinak und Rote Rüben. Armer Nikolai.
Die Blumen im Gang sind prächtig, aber leider mit Blattläusen. Ich muss sie wohl langsam mal aussiedeln ins Beet.
ordentlichstes Beet, das ich je hatte

meine ersten Radi

...

Da sind Blumen!

In der Arbeit habe ich erfolgreich die Ploidiestufe meiner Pflanzen aus den GBS-Daten geschätzt! Die Ploidie gibt an, wie viele Kopien des Erbguts pro Zelle vorliegen. GBS-Daten sind kurze Fragmente der DNA (Erbgut), und davon viele pro Stelle in der DNA. Wenn man mehr als einen Satz des Erbguts hat (der Mensch hat zum Beispiel zwei), dann können sich beide Sätze voneinander leicht unterscheiden. Wenn es an der gleichen Stelle in der DNA verschiedene Kopien gibt, spricht man von Allelen. Und an Hand der Häufigkeit von verschiedenen Allelen an der gleichen Stelle kann man die Ploidie schätzen.

Jetzt müsste ich mal wieder an meiner Dissertation weiterschreiben. Aber das Ploidieschätzen war auch wichtig!


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