Montag, 4. Mai 2020

Tag 50: Die achte Woche


Eigentlich zählt es ja gar nicht mehr, weil der lock down größtenteils vorüber ist, aber ich hänge immer noch im home office. Und wie vorher ist mein Leben eh nicht. Von dem her: Bald haben wir zwei Monate daheim verbracht. Meine Uni hat eine Mail herumgeschickt, dass wohl bald entschieden wird, wann der nicht normale Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Ich habe eine Mail von meiner Cheffin bekommen, dass mein Arbeitsvertrag verlängert wurde. Ich bin jetzt bis Ende Oktober angestellt. Juchu! Sonst habe ich allerdings seit einer Woche nichts mehr gehört von ihr. Hat sie etwa noch andere Dinge zu tun?? Ich versuche den ganzen Tag schon heraus zu finden, wie viel Gehalt ich mit dem neuen Vertrag bekomme, aber ich glaube, ich lass mich einfach überraschen.

Ich bin zwar immer noch überall gepunktet, aber die Farben sind nicht mehr so knallig wie gestern und inzwischen frier ich sogar, wenn es kalt ist. Besonders schön ist mein regelmäßig bepunkteter Bauch. Es juckt aber unverändert.

Nikolai hat beschlossen, dass ich nicht ansteckend bin und hat mich wieder geküsst. Als ob ich ihn dann nicht schon lang angesteckt hätte.

Morgen fahr ich gießen und abends gehen wir shoppen. Wir brauchen nichts akut, aber ich hätte gern Eier um Plätzchen zu backen. Ich sehe dauernd meine Ausstechformen, das reizt mich schon. Abends haben die Läden jetzt wieder wie vorher offen. Während der daheim-bleib-Zeit schlossen alle spätestens um 19 Uhr, jetzt sind wir wieder bei 19:15, 19:45, 19:50, 21 Uhr… Die haben hier sehr lustige Öffnungszeiten. Das war bei meinen ersten Besuchen hier immer schlimm, wenn wir nach 19 Uhr losgezogen sind, um noch einen Supermarkt aufzusuchen und dann schließt der um 19:20 Uhr – und wir haben uns so auf das deutsche 20 Uhr verlassen.

Nachdem ich einen Schluck Cola getrunken habe, habe ich wieder Zahnweh. Aber halt nicht offiziell. Sehr schwierige Situation. Aber bevor ich wieder zum Zahnarzt renne, warte ich erst mal ab. Trinke ich halt keine Cola, das ist kein schwerer Verzicht. Bier geht wenigstens noch.

Morgen kann ich dann auch Wolle und Faden kaufen. Ich plane eine Mamatagskarte. Ich schreibe sonst nicht zum Mamatag, meistens vergesse ich den einfach, aber jetzt tu ich alles, um nicht zu arbeiten.

Beim Sport am Abend hatte ich der Trainerin Liedvorschläge geschickt und sie hat die fast alle abgearbeitet. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mir mehr Mühe gegeben und vielleicht auch mal Übungen zu den Liedern vorher ausprobiert.

Die sollten auf der Enterprise endlich mal eine Alternative zum Holodeck finden. Die haben echt viel zu viel Probleme damit.

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