Mittwoch, 18. März 2020

Tag 3: Sportprogramm


Heute bin ich erst um 8 aufgewacht und bin erst mal eine Viertelstunde spazieren gegangen – auf meiner neu installierten Spazier-geh-Maschine. Man schütte etwas Spülmittel auf den Boden, füge Wasser hinzu und schon kann man stundenlang in der Küche vor sich hin laufen. Pro-Tipp: Socken ausziehen. Vorteilhaft ist, wenn man eine Kante zum Festhalten vor sich hat und genug Platz hinter sich. Als ich schneller laufen wollte, habe ich immer gegen die Tür hinter mir getreten. Nikolais Küche ist nicht fürs Joggen eingerichtet. … Mir fällt gerade auf, dass ich die Tür auch einfach öffnen könnte. Das merke ich mir für den nächsten Ausflug. Der Boden wäre jetzt sauberer als vorher, wen Nikolai nicht generell einen klinisch sauberen Boden hätte.

Erkenntnis des Tages: Küchenrolle hat genau meine Schuhgröße.

Zum Frühstück lade ich das Grünzeug von daheim aufs Brot, damit es nicht schneller schlecht wird, als ich es essen kann. Ich fantasiere seit Tagen (seit gestern) über ein Butterbrot. Aber immer, wenn ich mir morgens ein Brot schmiere, vergesse ich, dass ich eigentlich Butterbrot essen will. Brot, Butter und eine Prise Salz. Altes Geheimrezept meines Opas. Oh, und einen Radi würde ich auch gern essen. Rettich, wenn man es googeln will. In München vermehrt jeder Gärtner seinen eigenen Radi und hütet die Samen wie einen Schatz. Opa war stolz wie Oskar, als er von den alteingesessenen Gärtnern Radisamen bekommen hat. Seitdem vermehrt auch meine Familie ihren eigenen Radisamen. Meine Mama schneidet den Radi immer sehr geschickt, sodass man ihn wie eine Ziehharmonika auseinanderziehen kann. Der wird dann gesalzen und stehen gelassen, damit er weinen kann. Ich habe das auch einmal versucht und habe den Radi dabei in viele Einzelteile zerlegt. Meine Fähigkeiten liegen eher beim Raspeln (in der Küchenmaschine).

Heute ist schon wieder so ein absurd schönes Wetter draußen. Ein bisschen mehr Endzeitstimmungswetter wäre angesagt!


Zu Mittag gibt es heute Reste.

Ich versuche, meine Graphiken für die Publikation zu verbessern und vermisse den großen Bildschirm in der Arbeit.


Als Nikolai kurz aus dem Zimmer gegangen ist, hab ich mich hinter dem Bett versteckt. Er war auch tatsächlich 5 Sekunden verwirrt, bis er mich gefunden hat. Diese Wohnung braucht mehr Verstecke.


Jetzt geht es gleich weiter mit Star Trek, nachdem ich vor meinen Graphiken kapituliert habe.

6 Kommentare:

  1. Äußerst lobenswert, deine ausgiebigen sportlichen Aktivitäten. Deine Geschwister - Schwestern - müssen ganz außerordentliche Sportler sein!

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    1. Allerdings! Besonders meine riesige kleine Schwester! Die kann quasi alles!

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  2. "Spazier-geh-Maschine" - habe gelacht. Grinsesmiley!
    Ich find dein Blog (oder sagt man deinen Blog?) übrigens ziemlich cool.
    Liebe Grüße aus der Quarantäne in die Quarantäne.

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    1. Das freut mich! Ich hoffe, Du hast auch so viel Spaß in der Quarantäne.
      Auch Liebe Grüße an Dich!

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  3. Ich hasse mein Leben. Anna es tut mir leid...
    Ich drehe langsam durch

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    1. Oh nein! Meld Dich gern privat bei mir, wenn Du reden magst. Mir haben Pläne immer geholfen mein Leben zu organisieren. Im Moment sind die Pläne eher eingeschränkt und beschränken sich aufs Mittagessen und Blumengießen. So kann man sehr viele Tage abarbeiten.

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