Dienstag, 14. April 2020

Tag 29: Die fünfte Woche beginnt


Ab morgen dürfen kleinere Läden wieder öffnen, sofern sie nicht zu viele Leute gleichzeitig reinlassen. Ich überlege, ob ich eine Isomatte für unseren Fitnesskurs brauche, aber ich will nicht einkaufen gehen, zumindest nicht jetzt, wo das wahrscheinlich alle tun.

Das eigentlich fatale an der Situation ist, dass ich freiwillig arbeite. Es ist alles so fad, dass meine Arbeit echt spannend wirkt. Gut, meine Arbeit ist auch toll, aber am Wochenende und an Feiertage sollte man ausspannen. Meine geistige Leistungsfähigkeit nimmt auch ab, aber was soll man machen.

Zum Essen gab es Rest. Wir haben noch viele Reste von allem.

Ich hab dann abends mit meiner Cheffin videotelefoniert um die Präsentation zu besprechen. War ganz ok, glaube ich.

Danach gab es das Fitnessprogramm von der Judogruppe, was wir auf Skype verlegt haben, da wir langsam zu viele werden für WhatsApp. Papa hatte seinen Judoanzug an und fragte mich empört, wo denn meiner wäre. Na gut, dann halt im Judoanzug. Während dem Training kam dann auch meine Tante vorbei und machte mit. Dank der seltsamen Teilnehmer machen wir hauptsächlich Kniebeugen.
Ich hatte vor der Isolierung weniger Kontakt zu meiner Familie als jetzt, wo wir zweimal pro Woche trainieren und zweimal singen. Ich bin im Urlaub fast immer heimgefahren, aber wir telefonieren nur im äußersten Notfall.

In einer Email wurde mir angeboten, den angebrochenen Russischkurs online fortzusetzen, was ich dankend annahm. Ich weiß noch nicht, wann und wie das stattfinden wird, aber am Ende wird sich Nikolai für eine weitere Stunde verkriechen. Tut mir ja Leid, aber er sagt, es passt schon so. Immer, wenn ich Konferenzen abhalte, geht er aus dem Zimmer. In der Einzimmerwohnung. Anscheinend ist der Gang attraktiver als unser Singen. :P Aber ich schätze es schon, dass er mich machen lässt. ... Hätte ich mal weiter gelernt, aber ich habe einfach mal fünf Wochen gar kein Russisch gelernt.


Die Blumen sind fleißig gewachsen. Morgen kann ich dann ein paar rausnehmen, so die Hälfte circa, und in mein neues Beet pflanzen. Ich habe auch noch Radieschensamen, Petersiliensamen und Schnittlauchsamen, die ich da unterbringen kann.

4 Kommentare:

  1. Ich hol grad die letzten paar Tage im Blog nach und Du hast das Lamm ja echt mit Lebensmittelfarbe verziert! :-)
    Sieht aber weniger makaber aus, als ich gedacht hätte und passt erstaunlich gut zu Ostern wegen dem Typen, den sie da ans Kreuz genagelt haben.. der hat ja glaub auch ne Lanze in die Seite bekommen wenn ich mich nicht irre. Da will man provozieren und schockieren und es klappt nicht, weil die Religion, gegen die man rebelliert viel krasser ist als man selber...
    Naja, jedenfalls wollte ich noch den tollen Leserservice im Blog loben. :-)
    Und generell das Blog. Ich freu mich immer über die Epsioden aus Deinem Leben. Der arme Nikolai. Aber es ist auch lustig ^^

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    1. Ich danke für das rege Kommentieren! Die Lebensmittelfarbe war eine ausgezeichnete Idee. Und jetzt weiß ich auch, dass keine Fahne, sondern eine Lanze in der Flanke steckt. Again what learned.

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  2. Dein Oster-Essen sah richtig lecker aus und jetzt hab ich Hunger 😑😅

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